Schwere Entscheidung

Es ist mal wieder Zeit für eine Aktualisierung meines Standes hier, was heute aber eher etwas "traurig" ausfällt. Zuerst widme ich meine Aufmerksamkeit aber erstmal Sarah und ihrem AuPair Auto, da ihr leider letzte Woche ein Känguru unter die Räder oder eigentlich eher gegen die Front Stoßstange geraten ist. Ich erwähne die Story auch eigentlich nur um klarzumachen, wie sehr sich so etwas auf einen selbst auswirkt, weil ich direkt danach selbst Angst hatte Auto zu fahren und ein Känguru mitzunehmen. Dazu muss man natürlich auch sagen, dass die Racker, besonders bei Vollmond, an jeder Straßenecke lauern und nur darauf warten vor dein Auto zu hüpfen. Darauf warten natürlich nicht, aber wenn man abends bei Dunkelheit den Highway nimmt, trifft man auf einer 20 - minütigen Fahrt schnell mal auf 18 und mehr Kängurus, die meistens in zwei Meter Entfernung neben deinem Auto entlang hüpfen.

Um jetzt aber zu dem etwas unangenehmen oder traurigen Teil zu kommen, muss ich nun gestehen, dass ich diese Woche mein AuPair Programm abbreche bzw. mich gerade in der letzten Woche befinde. Ob ich in meiner Familie glücklich bleiben würde, habe ich die letzten zwei Wochen schon häufig hinterfragt. Jetzt kam ich, nach einigen (harmlosen) Vorfällen nun zu dem Entschluss, dass das hier nichts wird. Die Familie ist sehr lieb, keine Frage, aber es harmoniert einfach nicht und ich fühle mich einfach nicht willkommen und unwohl. Diese persönliche Bindung und das Interesse an der Person fehlen einfach und so fühle ich mich schnell unwohl und nicht wirklich willkommen. Einige kleine Vorkommnisse haben mir auch gezeigt, dass die Kommunikation hier einfach nicht so richtig da ist und man sich nicht so daran hält, was man zuvor vereinbart hatte.

Zudem muss ich mir eingestehen, dass diese drei Kinder einfach zu viel für mich sind. In der Art ihrer grenzenlosen und leicht verwöhnten Erziehung ist es schwer für mich, da mitzuwirken und sie auf dieselbe Weise zu betreuen. Ich kann meine Art zu betreuen nicht ihrer Art anpassen und mir somit nicht auf der Nase herumtanzen und ihnen alles durchgehen lassen. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass meine Gastfamilie eine andere Erwartung von meiner Position hat als ich ihnen bieten kann und will. Ich kann nicht 24/7 auf alle drei Kids in diesen großen Altersdifferenzen (19 Monate, 4 und 8 Jahre) gleichzeitig explizit aufpassen, sie entertainen und erwarten, dass sie mit ihren Charaktereigenschaften auch immer gehorchen (ist umso schwerer, wenn sie einzeln schon schwer zu bändigen sind).

Aus diesen und weiteren Gründen habe ich mich dazu entschlossen, dass ich diese Gastfamilie verlasse und das AuPair Dasein an den Nagel hängen möchte. Eventuell wird es nächstes Jahr nochmal etwas mit einer Kurzzeit Position von drei Monaten in einer anderen Stadt, aber ich weiß auch nicht so wirklich, ob das AuPair Leben vielleicht auch einfach nicht meins ist - aber man muss ja auch nicht immer für alles geschaffen sein... Dankbar bin ich ihnen natürlich trotzdem für die letzten 6 Wochen, die zu Beginn ja auch sehr schön waren!

Jetzt konzentriere ich mich erstmal darauf im Anschluss dieser Woche einen neuen Job in Tamworth zu finden. Einen vorübergehenden Wohnort für die nächste Zeit habe ich auch schon gefunden, demnach werde ich erstmal bis Januar in Tamworth bleiben und dann mal schauen, ob ich früher mit meinem Walkaround Australien beginne oder was die Zeit dann eben so bringt!

Aber wie man (oder ich) ja so schön sagt, geht es beim Reisen ja auch um die Freiheit in den eigenen Handlungen und darum seine Pläne auch mal zu verändern und was völlig anderes zu machen, um neue, unerwartete Abenteuer zu erleben (war zumindest mein Gedankengang, um mich selbst zu beruhigen :D ).

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Obdachlos und arbeitslos?

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Erster Roadtrip und mein Wunsch nach Auswanderung