Erster Roadtrip und mein Wunsch nach Auswanderung

Dieser Blogpost folgt ziemlich schnell dem Vorherigen, da der letzte sonst noch länger geworden wäre. Da ich keine Ahnung habe wann ich diesen hier tatsächlich hochladen werde, steige ich jetzt einfach bei meinem angenehmen Wochenende nach den stressigen Schulferien ein. An diesem Wochenende habe ich ziemlich viel mit den anderen AuPairs unternommen und es tatsächlich endlich mal geschafft mein Scrapbook bzw. mein Reisebilderbuch anzufangen. Zu meinem Bedauern musste ich leider auch feststellen, was ich für talentlose Fähigkeiten habe, die richtigen Lichteinstellungen an meinen Kameras zu finden...

Samstags waren wir wieder im Welder's Dog und danach im Post Office und so langsam realisiere ich, wie Countrymusik einfach noch nicht meine Welt ist... bin mal wieder vor der Musik geflüchtet, wie zwei Wochen zuvor schon. Vielleicht finde ich noch gefallen daran... in 8 Monaten dann, wenn ich Tamworth voraussichtlich verlasse. Sonntags, nach erfolgreichem ausnüchtern, habe ich mit den Mädels dann einen Roadtrip gestartet. Auf dem Weg nach Hanging Rock haben wir Stop am Chaffey Dam gemacht, anschließend durch Nundle durch mit nächstem Halt am Sheba Dam und dann wieder zurück nach Hanging Rock zum Lookout. Als wir wieder zurück in unserer Town waren ging's dann noch zum Moonbi Lookout und danach mit geilen Burgern von Moonbi's Tankstelle zurück nach Tamworth auf den Oxley Lookout mit bester Aussicht zum Essen!

https://youtu.be/IQBv98_aYJ4
Sorry Sarah wenn du mich für das Video jetzt hasst <3

Und nach wie vor kann ich immer noch behaupten wie sehr sich die Zeit hier wie in einer Traumblase anfühlt und wie fasziniert ich von manchen Unterschieden bin! Letzte Woche habe ich das erste Mal einen Döner probiert (wenn man das rechtlich überhaupt so nennen darf), war zwar richtig lecker, hatte für mich aber nicht wirklich was von einem Döner. Shampoo und Duschgel kann man hier in sämtlichen Supermärkten in knappen Liter Bottichen kaufen, teuer ist es allemal, da führt in Australien leider kein Weg dran vorbei. Was ich in Deutschland auch nie gesehen habe, ist Kuchenteig bzw. Cookie Dough aus der Packung im Kühlregal - an der Stelle ein Gedanke an dich Lucie, ich habe da sowas im Kopf, dass du sowas immer haben wolltest. Überwältigt hat mich auch die NewYorker Pizza bei Dominos, weil die einfach größer ist als mein Kopf zweimal.

Generell kann man eigentlich sagen, dass einiges anders ist. Die Menschen sind offenherziger und verrückter, die Preise für so gut wie alles sind deutlich teurer und die Lebensmittel schmecken in fast allen Kategorien einfach anders. Besonders McDonalds, Fanta, Erdbeeren (kann eben auch niemand mit Feser's Erdbeeren mithalten), Pommes, Marmelade und Toast - was bei den Aussies sowieso das normale Brot ist, richtiges Brot wie Zuhause gibt es hier eigentlich nicht und wenn doch, dann ist es ein Welten Unterschied im Geschmack. Ich muss auch zugeben, dass ich eine Liebe zu Erdnussbutter entwickelt habe und die auch gerne überall draufschmieren möchte, wo man sie draufschmieren könnte.

Obwohl der Titel eigentlich schon alles verrät gehe ich jetzt trotzdem noch näher drauf ein. Einige meiner Familienmitglieder äußerten ja schon ihre Vorahnung, dass ich hier bleiben werde und nicht mehr wiederkomme und so ist das auch. Nein Spaß, ich spiele jedoch trotzdem auch nach vier Wochen schon mit dem Gedanken wie es denn wäre hier zu bleiben und hier zu studieren. Wäre prinzipiell ein cooler Gedanke, aber studieren ist leider ziemlich teuer für Ausländer hier und so einfach und günstig ist die Beschaffung eines Visums leider auch nicht. Naja aber so viel mal zu meiner kleinen Gedankenwelt, nach vier Wochen Aufenthalt hier kann ich ja auch absolut nicht einschätzen, ob das was für mich wäre oder nicht. Da ich ein Angebot für Arbeit auf einer Farm bekommen habe, um die 88 Tage für mein Second Year Working Holiday Visa zu absolvieren, habe ich eben mal drüber nachgedacht - Kopf zerbrechen, wie ich das ja immer mache.

Glücklicherweise kann ich mit Freude auch schon behaupten, dass sich meine Englischkenntnisse um einiges verbessert haben, was mir einige jetzt schon bestätigt haben, was mir selbst aber erst nach mehrfacher Aussage bewusst wurde. Demnach bin wohl AUCH ICH in der Lage besser englisch zu sprechen als im Englisch Unterricht, Herr Pflaum (mein Abi Englischlehrer) wäre stolz auf mich :D Aber deutsch werde ich zu 100% niemals verlernen und sollte das tatsächlich der Fall sein, dann helfen mir die FaceTime Gespräche immer wieder auf die Sprünge - Danke Ellen :D

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Schwere Entscheidung

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Ersten stressigen Eindrücke und das Leben mit den Aussies