Die ersten Tage bei der Familie

Nun bin ich schon seit über einer Woche bei meiner Gastfamilie zuhause und finde mich langsam immer besser zurecht, trotzdem bin ich einfach immer noch absolut fasziniert, was es hier so zu sehen gibt und wie sehr sich das einfach immer noch wie ein Traum anfühlt. Das Heimweh ist zum Glück vergessen und kommt nur noch ab und zu zwischen den Hoch und Tief Momenten der Gefühle heraus. Besonders wenn neue Situationen oder zu viele fremde Dinge gleichzeitig passieren, sehnt man sich doch ab und an nach der gewohnten Umgebung zuhause und den gewohnten Menschen um sich. Nichts desto trotz bereue ich meine Entscheidung definitiv nicht und bin endlos froh fünfzehn Monate hier zu sein! Ganz besonders weil die Australier einfach so unendlich freundlich und zuvorkommend sind, einem jederzeit helfen, immer freundlich grüßen und fragen wie es einem heute geht. Das einzige riesengroße Problem sind die unglaublich penetranten Fliegen hier, die einem ständig in die Nase oder ins Ohr fliegen und einen nicht in Ruhe lassen!!

Mein himmlisches Bett und unser riesengroßer Garten

Da ich als AuPair (eine Art Kindermädchen) hier tätig bin, passe ich auf die drei Kinder meiner Gasteltern auf. Eine kleine Tochter im Alter von 18 Monaten, Olivette, eine weitere Tochter im Alter von vier Jahren, Acacia und einen Sohn von acht Jahren, Darcy. Da ich hier in Daruka, ein kleiner Teil von Tamworth, lebe, habe ich es eher ländlich und absolut trocken, da es hier selten oder gar nicht regnet. Tamworth ist bekannt für seine Countrymusik und seinen Cowboystyle, was mit der Zeit eigentlich richtig cool ist, mal was anderes als zuhause. Man braucht nur Zeit, um sich daran zu gewöhnen.

Meine ersten Tage starteten ziemlich gut, da ich noch keine großen Schwierigkeiten mit den Kids hatte und meine Gasteltern mir viel geholfen haben. Die Anfangszeit mit Olivette war bloß etwas holprig, da sie fremde Menschen hasst und mich erstmal kennenlernen muss. Ergo habe ich schon Tinitus von ihrem Geheule und Geschrei wenn ich sie trage oder alleine mit ihr bin. Wenigstens lieben mich die anderen beiden, da Darcy den Satz äußerte ich sei sein Liebling von den bisherigen AuPairs und Acacia des Öfteren "i love you" sagt. Vor meiner Anreise haben schon zwei andere Mädchen für jeweils drei Monate als AuPairs hier gelebt. Schön ist auch, dass sie mit Respekt erzogen wurden und relativ schnell hören, wenn man sie um etwas bittet oder ihnen Aufgaben zuteilt, aber ich bin mir sicher, dass das nicht immer so laufen wird...

Zum Glück leben auch andere AuPairs hier in Tamworth, die meisten aus Deutschland, aber auch ein paar aus Frankreich, England und Kanada, was meinen Englischkenntnissen um einiges weiterhilft. Von Treffen in Tierparks über Playdates auf Spielplätzen, Cricket spielen und Trink-Sessions in den umliegenden Pubs, wie dem Welder's Dog, ist diese Woche schon einiges passiert.


Faszinierend sind einfach die Unterschiede, was man hier so kaufen kann und was wir in Deutschland so benutzen und die Australier hier absolut nicht, z.B. gibt es Slushys bei McDonalds, bestehend aus gefrorener Cola, Fanta, etc. oder in allen Pubs ApplePie als DEN Drink in Australien. WhatsApp wird hier eigentlich gar nicht verwendet, jeder schreibt SMS oder verwendet Facebook und Facebook Messenger, was in Deutschland ja geradezu ausgestorben ist!

Da ich auch so unglaublich viel Fahrerfahrung mit dem Auto habe ist der Linksverkehr hier natürlich auch gar kein Problem für mich... so kann ich behaupten trotz wirklich geringer Fahrerfahrung mit dem Auto finde ich mich aktuell noch sehr gut zurecht, bin noch nicht auf der falschen Seite gefahren (scheint jedem mal zu passieren, habe ich mir sagen lassen), hab noch kein Känguru angefahren und bin auch beim Parken keinem draufgefahren. Toi Toi Toi dass dies auch so bleibt! Und ich weiß jetzt auch, dass wenden nicht mehr wenden heißt, sondern Chuck a U-ie.

Australiens bekanntesten Tiere sind mir natürlich auch nicht verborgen geblieben. Im Marsupial Park durften wir am Mittwoch Kangaroos und Wallabys füttern und in unserem Garten habe ich eine Redback Spinne, ein Echidna (Ameisenigel) und einige Kangaroos gesehen. Abgesehen von den wilden Tieren im Garten leben wir aber auch mit einem Hund, einem Bartagame, ein paar Fischen, ein paar Hühnern, drei Schafen, drei Pferden, ein paar Kühen, Bienen und Honigbienen zusammen. Das Leben mit so vielen Nutztieren bringt natürlich auch tolle Sachen wie leckeren Honig und frische Eier zum Frühstück!

Seit Sonntag läuft das Ponycamp für Darcy, da seit Freitag zwei Wochen Schulferien anstehen. Da ich jetzt auch alleine Auto fahren darf, ergibt sich nach den Schulferien auch langsam ein geregelter Tagesablauf und damit auch eine wirkliche Routine.

In diesem Sinne See ya and have a good day, wie die Australier hier so schön zu sagen pflegen!

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Ersten stressigen Eindrücke und das Leben mit den Aussies

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Ankunft in Sydney und Tamworth