Ankunft in Sydney und Tamworth

Endlich bin ich wirklich in Australien angekommen. Mittlerweile bin ich seit sieben Tagen Down Under und genieße es wirklich sehr. Der Start letzten Mittwochabend (18.09.) im Wake Up Hostel in Sydney war holprig aufgrund mangelndem Bargeld und Schlaf, alles war fremd und voller mulmiger Gefühle und der Struggle mit dem Jetlag war stark zu spüren. Zum Glück bin ich mit einigen anderen Mädels und zwei Jungs meiner Organisation (AIFS) geflogen - hat die Situation deutlich entspannt. Das Wake up Hostel in Sydney war wirklich schön und empfehlenswert, besonders weil es wirklich ordentlich ist und eine Bar bzw. einen Club im Keller hat - die Sidebar. Das Problem bei Hostels ist leider die Schwierigkeit ein Ordnungssystem zu entwickeln und sich demnach sortiert und angekommen zu fühlen. So what, die drei Tage im Hostel waren trotzdem toll und es war mega cool Menschen aus Amerika, Frankreich, Kanada, den Niederlanden, Schottland und Schweden kennenzulernen und völlig auf sich allein gestellt zu sein.

Mehr als nur wahr…

Die ersten Eindrücke von Sydney waren natürlich überwältigend, ich habe mich gefühlt wie in NewYork, obwohl ich noch nie dort war! Die Harbour Bridge, das Opera House, Bondi Beach… wunderschöne Spots. Die Orientierungstage mit AIFS waren größtenteils sehr eigenständig, um die Gegend zu erkunden, was teilweise auch in Verirrung endete. Dinge wie Euro in australische Dollar eintauschen, Bankkonto eröffnen und SIM Karte aktivieren lassen, waren mehr oder weniger erfolgreich, die typischen Fettnäpfchen verfolgten mich natürlich wie immer. In einem Service Center habe ich den lieben Kevin kennengelernt, der zur Hälfte aus Hamburg und zur anderen Hälfte aus Australien stammt.

Freitag Abend ging es mit Stefania, ein weiteres AuPair, auf Erkundungstour am Bahnhof, um mein Bahngleis für Samstag morgen zu finden – natürlich erfolglos. Zudem machten sich an diesem Abend, neben all den Dingen die schief liefen, die mulmigen Gefühle wieder breit und ein leichtes Gefühl von Angst, da ich am nächsten Morgen das nun bekannte Umfeld und lieb gewonnene Menschen verlassen würde.

Samstagmorgen, voller Heimweh und Tränen, war es dann für alle Zeit, sich alleine auf die Reise zu den Gastfamilien zu machen. Mit meinen zwei Rucksäcken, die zusammen ungefähr 30kg wogen, war ich völlig planlos am Sydney Central Bahnhof unterwegs und hatte mein Gleis gesucht (ohne funktionierende SIM Karte - ergo keine Möglichkeit sich zu verständigen oder Google Maps zu benutzen). Glücklicherweise bin ich auf ein paar Einheimische gestoßen, die sehr hilfsbereit waren und mir den Weg genau zeigten. Als ich dann nach weiterem umsteigen im richtigen Waggon auf dem richtigen Platz saß, hatte ich eine 3-stündige Unterhaltung mit einem netten, älteren Australier, der natürlich, wie der Zufall so will, einen Freund in Karlsruhe hat. Nach 6 1/2 Stunden im Zug Richtung Tamworth wurde ich dann auch endlich Samstag Nachmittag herzlich von meiner Gastfamilie mit Blumen und einem BBQ empfangen.

Danke für diesen angenehmen Start!❤️

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Die ersten Tage bei der Familie