Ankunft in Sydney und Tamworth
Endlich bin ich wirklich angekommen. Mittlerweile bin ich seit sieben Tagen Down Under und genieße es wirklich. Der Start letzten Mittwochabend (17.09.) im Wake Up Hostel in Sydney war holprig aufgrund mangelndem Bargeld und Schlaf, alles war fremd und voller mulmiger Gefühle und der Struggle mit dem Jetlag war stark zu spüren. Zum Glück bin ich mit einigen anderen Mädels und zwei Jungs meiner Organisation (AIFS) geflogen - hat die Situation deutlich entspannt. Das Wake up Hostel in Sydney war wirklich schön und empfehlenswert, besonders weil es wirklich ordentlich ist und eine Bar bzw. einen Club im Keller hat - die Sidebar. Das Problem bei Hostels ist leider nur, dass es einem (oder besonders mir) sehr schwer fällt ein Ordnungssystem zu finden (ich bin wahrscheinlich der einzige Mensch, der solch ein Problem hat) und sich wirklich angekommen zu fühlen. So what, die drei Tage im Hostel waren wirklich toll und es war mega cool mal Menschen aus Amerika, Frankreich, Kanada, den Niederlanden, Schottland und Schweden kennenzulernen und völlig auf sich allein gestellt zu sein, was jegliche Organisation anging.
Die ersten Eindrücke von Sydney waren natürlich überwältigend, ich habe mich gefühlt wie in NewYork, obwohl ich noch nie dort war! Die Harbour Bridge, das Opera House, Bondi Beach… wunderschöne Spots. Die Orientierungstage mit AIFS waren größtenteils sehr eigenständig, um mal die Gegend von Sydney zu erkunden, was teilweise auch in Verirrung endete. Dinge wie Euro in australische Dollar eintauschen, Bankkonto eröffnen oder SIM Karte aktivieren waren mehr oder weniger erfolgreich, die typischen Fettnäpfchen verfolgten mich natürlich wie immer. Schön war es jedoch, in einem Service Center den lieben Kevin zu treffen, der zur Hälfte aus Hamburg und zur anderen Hälfte aus Australien stammt. Freitag Abend ging ich dann mit Stefania, ein anderes AuPair, auf Erkundungstour am Bahnhof, um mein Bahngleis für Samstag morgen zu finden – natürlich erfolglos. Zudem machten sich an diesem Abend, neben all den Dingen, die schief liefen, die mulmigen Gefühle wieder breit und ein leichtes Gefühl von Einsamkeit, weil ich wusste am nächsten Morgen verlasse ich wieder alle, die ich gerade liebgewonnen habe.
Samstagmorgen, voller Heimweh und Tränen, war es dann für alle Zeit, sich alleine auf die Reise zu ihren Gastfamilien zu machen. Ich, mit meinen zwei Rucksäcken, die ungefähr 30 Kilo zusammen wiegen, ohne funktionierende SIM Karte ergo ohne jegliche Möglichkeit sich zu verständigen oder nach dem Weg zu suchen, völlig planlos am Hauptbahnhof von Sydney unterwegs und habe mein Gleis gesucht. Glücklicherweise sind die Einheimischen so hilfsbereit und haben mir alles gezeigt. Als ich dann nach weiterem umsteigen im richtigen Waggon auf dem richtigen Platz saß, hatte ich drei Stunden lang eine sehr nette Unterhaltung mit einem älteren Australier, der natürlich, wie der Zufall so will, einen Freund in Karlsruhe hat. Nach sechseinhalb Stunden Zugfahrt in Richtung Tamworth wurde ich dann auch endlich Samstag Nachmittag herzlich von meiner Gastfamilie mit Blumen und einem BBQ empfangen.
Danke für diesen angenehmen Start!♡