Das feine Leben als Nomade🚐
Wie zuvor im letzten Blogpost erwähnt, habe ich mich am 20.09. morgens auf den Weg nach Toowoomba, QLD gemacht. Dort hatte ich einen Termin in einem Piercing Studio, um mir neue Piercings stechen zu lassen. Dies war eine sehr durchdachte Entscheidung, von der aber kaum einer wusste haha. Nach meinem Termin habe ich mich direkt auf den Weg nach Evans Head, NSW gemacht, um mich dort mit Michaela bei ihrer Freundin Molly zu treffen. Da die Zunge langsam sehr angeschwollen und ich extrem hungrig war, haben Molly und ich beschlossen meine Nudelsuppe im Mixer klein zu metzeln... nicht sehr empfehlenswert! :D
Am nächsten Morgen haben Michaela und ich uns dann auf den Weg nach Yamba gemacht, um dort ein paar Tage zu urlauben. Viele Alternativen hatten wir sowieso nicht, da die meisten Orte um uns herum, aufgrund von hohen Corona Zahlen, in sieben tägige Lockdowns gegangen sind. Miss dumb dumb hat sich natürlich nicht an die Regeln der Piercerin gehalten und hat trotz absolutem Verbot, Alkohol und Milchprodukte konsumiert. Diese Produkte waren eigentlich für die ersten vierzehn Tage absolutes tabu, da die Gefahr für Infektionen stark erhöht wird.
Demnach habe ich mich dann mittwochs ins Krankenhaus begeben, da meine Zunge und Lymphknoten absolut angeschwollen und entzündet waren. Ich konnte mich nicht wirklich beschweren, da ich mich nun mal selbst in diese Situation gebracht hatte...
Naja wenn ich jetzt darauf zurückblicke muss ich einfach lachen, da Michaela ein nettes Entertainment geboten bekam. Ich konnte kaum sprechen oder essen, demnach hat sie alle Konversationen übernommen und ich habe einfach mal geduldig zugehört und zustimmend genickt! Nichts desto trotz hatten wir ein paar tolle Dinner Dates und einen netten drei tätigen Aufenthalt gemeinsam auf dem Campingplatz in Yamba Central direkt am Meer.
Am 22.09. hat sich Michaela verabschiedet, um nach Tamworth, NSW zu fahren. Ich bin noch bis zum 26.09. in Yamba, NSW geblieben und habe mich mit meinen Kumpels Charlie & Oli getroffen. Zudem habe ich nette Bekanntschaften mit anderen Reisenden in ihren Vans geschlossen - das Leben im Van ist wie ein Magnet, um mit anderen Reisenden direkt ins Gespräch zu kommen.
Nach dem Mittagessen habe ich mich dann am 26.09. auf den Weg zurück nach Boomi, NSW gemacht, um mich zu einem Dinner Date mit Michaela, Moa, Serena & Will zu treffen.
Am 27.09. ging es für ein paar Tage wieder zurück nach Mullaley. Unter anderem bin ich mal wieder nach Tamworth gefahren, um mir einen Haarschnitt zu gönnen (der meiner Meinung nach ein wenig in die Hose ging...). Als kleines Trostpflaster nach meiner ersten, ungewollten Pfizer Impfung und meinem misslungenen Haarschnitt dachte ich es wird Zeit für neue Boots und eine neue Jeans von Marsh Carney Saddlery. So konnte ich auch mal wieder etwas länger mit Amy, der Managerin, quatschen.
Oxley Scenic Lookout in Tamworth
Nach ein paar Tagen Zuhause in Mullaley ging es dann am 01.10. zurück nach Yamba.
Durch Social Media bin ich mit einem Deutschen in Kontakt gekommen, der gerade seine commercial license anstrebt. Am 03.10. ist er dann nach Grafton, NSW gekommen, sodass wir ein wenig um Yamba herumfliegen konnten. Das war eine einmalige Erfahrung, besonders als ich das Steuer übernehmen durfte!
Am 06.10. habe ich mich dann spontan dazu entschlossen mal das berühmte Byron Bay in NSW zu erkunden. Die Fahrt dauert auch nur gute 45 Minuten von Yamba, NSW aus, also war dies ein Katzensprung. Ich bin schon ewig nicht mehr in einem Hostel gewesen, daher war das ziemlich aufregend haha. Ich habe mir ein Zimmer mit drei super lieben Mädels geteilt - Millie aus Melbourne, Valeria aus Italien und Kiana aus Kanada. Millie und Valeria haben mich zudem auch auf den Geschmack mit Falafeln gebracht, die ich zuvor noch nie probiert hatte!!
Witzigerweise habe ich dann festgestellt, dass Jean, ein Bekannter aus Newcastle, NSW auch in Byron ist - war eine super Gelegenheit sich mal wieder zu treffen!
Millie und Valeria
Am 08.10. bin ich spontan nach Port Macquarie, NSW gefahren, um Kate und ihre Mama zu besuchen. Meg ist am nächsten Tag auch dazugestoßen. War schön die beiden nach Monaten endlich mal wieder zu sehen und auszugehen!
Am 11.10. bin ich zurück nach Byron Bay aufgebrochen, um meinen geplanten Surfkurs mit Soulsurf School anzutreten! Aufgrund schlechter Wetter- und Windbedingungen mussten wir den 5-tägigen Kurs leider auf 3 Tage reduzieren. Nichts desto trotz waren diese 3 Tage supre cool!
Es hat sau viel Spaß gemacht und hat auch nur zwei Jahre Down Under gedauert, um meinen Traum vom Surfen endlich in Erfüllung gehen zu lassen. Das Surfen war eigentlich einer der Hauptgründe warum ich überhaupt erst hierher wollte! :D
Giant Prawn in Ballina, NSW
Am 14.10. habe ich Millie nach Ballina, NSW zum Flughafen gefahren, da sie nach Melbourne fliegen wollte, um sich Zuhause auf ihre bevorstehende Europa Reise vorzubereiten.
Am 15.10. bin ich nach Armidale, NSW aufgebrochen, um mich mit ein paar Freunden zu treffen. Sonntags morgens habe ich mir Curry vom Inder zum Frühstück an den 'Dangars Falls' genehmigt und bin danach mit meinem Kumpel Ben und seinen Freunden am 'Blue Hole Gara Gorge' schwimmen gegangen - mein Gott war das Wasser schweinekalt brrrrr!!
Dangara Falls
Am 18.10. habe ich mich nach meinen vier Wochen Urlaub auf den Weg in den Süden gemacht, um meinen nächsten Job anzutreten. Auf meinem Weg habe ich einen Zwischenstopp in Moree, NSW eingelegt, um Eden und meine kleinen "Neffen" nochmal zu sehen, bevor ich für eine Weile weg bin. Ich bin nun die vertraute "Aunty Paula" <3.
Yarrie Lake in Narrabri, NSW
Nach meinem kurzen Aufenthalt in Moree habe ich noch einen Tag in Narrabri verbracht, um einen Kumpel zu besuchen. Da ich mein Urlaubsbudget jedoch absolut gesprengt hatte, hing ich zwei Tage in Narrabri fest. Ich konnte mir den notwendigen Diesel nach Mullaley nicht mehr leisten. Eden hatte mir glücklicherweise ein wenig Geld geschickt, um weiterfahren zu können (gelungene Haushaltung - aus seinen Fehlern lernt man ja bekanntlich🤦🏼♀️).
Am 20.10. habe ich mir in Gunnedah meine zweite Pfizer Impfung abgeholt, um dann am 22.10. meine finale Reise zum nächsten Job in Hillston antreten zu können. Mein Chef meinte alle Angestellten müssen gegen Corona geimpft sein…
Insgesamt habe ich in diesen vier Wochen Urlaub über 5000km zurückgelegt und ungefähr auch genauso viel ausgegeben und das für so viel unnötiges Hin- und Hergefahre und Takeaway Essen🤦🏼♀️
Naja jetzt kann ich wenigstens behaupten ich war mal auf Reisen mit meinem Van Sheila und habe in der freien Wildnis gecampt (an die Hälfte meiner Schlafplätze erinnere ich mich nicht mal mehr :D). Wie dem auch sei, das Reisen alleine ist definitiv eine Sache für sich. In vielen Momenten habe ich mich sehr einsam gefühlt und kam mit der unendlichen Freiheit nicht so klar und war regelrecht überfordert, teilweise auch sehr gelangweilt. Mir wurde definitiv bewusst, warum ich die Monate zuvor nicht so besessen davon war reisen zu gehen. Für die nächste große Reise möchte ich mir definitiv Gesellschaft suchen und plane meine täglichen Aktivitäten zuvor!
Aber diese Dinge muss man ja auch erstmal lernen und für sich selbst entdecken. Ich bin definitiv dankbar für diese Wochen voller schöner Erinnerungen und tollen Menschen, denen ich auf meinem Weg begegnet bin.
Cheers zu meinen weiteren Erlebnissen, die noch bevorstehen und die besonderen Menschen, die noch in mein Leben treten werden!🌻🥂
Bis zum nächsten Mal!